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Projekttagebücher 2015 von 'Unseren Hochschulen' 2015

Projekttagebuch
Go East – Go West! Transnationale und translinguale Identitäten zwischen Deutschland und Mittel

16. Mai 2017

Lesung aus den Übersetzungen

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Das WiSe 2016/2017 stand unter der Überschrift Übersetzen zwischen Sprachen und Kulturen. Unsere Lehrenden, Studierenden sowie Gäste haben sich dabei intensiv mit theoretischen Grundlagen des Übersetzens sowie literarischen Texten, die der transnationalen Literatur zugeordnet werden können, auseinandergesetzt.


Zu Beginn des SoSe 2017 wurde in einer Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe Übersetzungen und Wettbewerb sowie dem Fachschaftsrat des Instituts für Slavistik die Veranstaltung „Lesung aus den Übersetzungen und Semesterauftakt“ organisiert. In einer gemütlichen Atmosphäre wurden die Studierenden dazu eingeladen, sich die Ergebnisse der entstandenen Übersetzungen anzuhören sowie gemeinsam über die Erfahrungen in den Übersetzungskursen und -workshops zu sprechen.


Die Besonderheit dieser Abendveranstaltung lag darin, dass die Studierenden hierbei die Möglichkeit hatten, mit allen vier Slavinen, die an unserem Institut vertreten sind, in Kontakt zu kommen – eine besondere Gelegenheit, da die meisten SlavistInnen während ihres Studiums „nur“ zwei slavische Sprachen erlernen und selten mit den anderen Slavinen in Kontakt kommen.


Am 12.04.2017 stellten die Studentinnen ihre Übersetzungen vor: Kristina Diakonov eröffnete die Lesung mit einem Auszug aus David Albaharis Immigrant, einem Essay des serbischen Schriftstellers, der nach Kanada emigriert ist und sich in seinem literarischen Text mit seinem Status als Emigrant in einem fremden Land auseinandersetzt. Helene Jermolenko, die die Zuhörer durch den Abend begleitet hat, wurde bei der Vorstellung ihrer Übersetzung aus dem Tschechischen ins Deutsche von Martin Ryšavýs Roman Cesty na Sibiř von unserer Gastübersetzerin Eva Profousová, die den Übersetzungsworkshop Tschechisch-Deutsch geleitet hat, unterstützt. Sie hat den tschechischen Originaltext für unsere Studierenden vorgetragen.


Eine Übersetzung aus dem Polnischen ins Deutsche wurde von Patricia Block vorgestellt. Die Studentin setzte sich mit dem literarischen Text Przedburzą von Natasza Goerke auseinander, der ersten Autorin, die wir bei unserer Autorenlesung im Rahmen von „Go East – GoWest!“ kennenlernen und interviewen durften. Der Übersetzungskurs Russisch-Deutsch wurde von zwei Arbeitsgruppen vorgestellt: Ksenia Kashirina stellte eine Übertragung aus dem Deutschen ins Russische anhand eines Kapitels aus Lena Goreliks Meine weißen Nächte vor. Anna Neumann und Angelina Korsunova konzentrierten sich auf den Text Nadeždai opora (dtsch. Hoffnung und Halt) von Tatjana Tolstaja, einer bekannten russischen Schriftstellerin, die in die USA emigrierte und ihre Erlebnisse in einer Kurzgeschichte festhielt. Die beiden Studentinnen übersetzten den Text aus dem Russischen ins Deutsche.


Bei Lesung aus den Übersetzungen bekamen unsere Studierenden die Möglichkeit, sich über die Möglichkeiten und Grenzendes Übersetzens auszutauschen. Fragen danach, wie beispielsweise Eigennamen, Dialekte, Phraseologismen u.a. zu übersetzen seien, wurden dabei aufgeworfen sowie mögliche Lösungsvorschläge benannt. Bei ihren Präsentationen thematisierten die Studentinnen weiterhin Problematiken, Möglichkeiten sowie kleine Anekdoten, die sie in den jeweiligen Übersetzungskursen während ihrer Arbeit an den literarischen Texten erlebt hatten. Im Anschluss gab es eine rege Diskussion über Fragen der Übersetzung und Interpretation.


Alle vorgestellten Texte können bald auf unserer Website nachgelesen werden, zurzeit werden sie redigiert und für die Veröffentlichung vorbereitet.


10. März 2017

Autorenlesung mit Saša Stanišić

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Den dritten Autor, mit dem unsere Studierenden eine Lesung organisieren konnten, war der aus Bosnien und Herzegowina stammende Autor Saša Stanišić. Sein literarischesWerk, das mehrere Romane, einen Erzählband sowie ein Theaterstück umfasst, wurde mehrfach ausgezeichnet.


Saša Stanišić wurde1978 in Višegrad in Bosnien-Herzegowina geboren und flüchtete während des Jugoslawienkrieges Anfang der 1990erJahre mit seiner Familie nach Deutschland. An der Universität Heidelberg studierte er Slavistik und Deutsch als Fremdsprache. Für uns war es eine besondere Freude, einen so erfolgreichen Slavisten persönlich kennenlernen zu dürfen. Bei unserer Lesung haben wir uns auf seinen aktuellen Erzählband Der Fallensteller, einen SPIEGEL Bestseller, konzentriert, der „reich an verspielter Komik, Traurigkeit und brillanten Sätzen“ ist, so die ZEITONLINE.


Durch unsere sehr guten Erfahrungen mit der Zentralbibliothek, haben wir uns auch dieses Mal dazu entschlossen, die Lesung am 25.01.2017 in den Räumlichkeiten der Zentralbibliothek zu halten. Durch die einwandfreie Organisation in der Zusammenarbeit hatten die Studierenden umso mehr Zeit, sich inhaltlich mit den literarischen Texten von Saša Stanišić zu befassen. Die Plakate, Flyer und Werbetexte wurden in einer gemeinsamen Gruppenarbeit der Arbeitsgruppen Website und Autorenlesung gestaltet.


Die Einführung übernahm auchdieses Mal Shahla Shahriari. Das Gespräch mit Saša Stanišić wurde von Julia Jaworski, unserem neuen Gruppenmitglied der Autorengruppe, und Tomasz Gralla, der auch diesmal die Aufzeichnung der Lesung für uns übernommen hat (s. Link), geführt. Das anschließende Gespräch mit dem Publikum sowie die Danksagung wurden ebenfalls von Shahla Shahriari geleitet.


Bereits kurz nach derVeranstaltung haben wir zahlreiche positive Rückmeldungen zu unserer Lesung mit Saša Stanišić in Form von Danksagungen, E-Mails oder persönlichen Gesprächen von Lehrenden, Studierenden, Mitarbeiterinnen der Zentralbibliothek und den ZuhörerInnen erhalten.


Mit einer solch großartigen Resonanz haben wir zu Beginn des Projekts nicht gerechnet. Umso mehr freuen wir uns, unsere Erfahrungen mit anderen zu teilen und sind hoch motiviert in das Sommersemerster 2017 zu starten.


Zuvor möchten wir jedoch unseren besonderen Abend mit Euch/Ihnen teilen und wünschen ganz viel Spaß beim Reinschauen!


goeastgowestprojekt.wordpress.com/lesungen/autorenlesung-mit-sasa-stanisic/


23. Januar 2017

Übersetzungsworkshop-WE

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

In diesem WiSe 2016/2017 lag der Fokus unseres Projekts auf Übersetzungen.Studierende konnten in regulären Lehrveranstaltungen an Texten arbeiten, die sich mit Themen wie Migration, Identität und Entwurzelung beschäftigten. Unsere LektorInnen haben hierfür das Programm der Übersetzungskurse an unser Projekt angepasst.


Am 09/10.12.2016 haben wir ein Übersetzungsworkshop-Wochenende organisiert, und konnten hierfür namenhafte ÜbersetzerInnen aus den slavischen Sprachen gewinnen: Vera Bischitzky (Russisch), Dr. Olaf Kühl (Polnisch), Cornelia Marks (Bosnisch-Kroatisch-Serbisch) und Eva Profousová (Tschechisch). Die Studierenden hatten dabei die Möglichkeit, mit professionellen literarischen ÜbersetzerInnen an ihren eigenen Übersetzungsproblemen zu arbeiten sowie Fragen zu Spezifika der Übersetzung  aus ihren Zielsprachen zustellen und sich hautnah über den Beruf, Tagesablauf und Selbstverständnis eines/r ÜbersetzerIn zu informieren.


Zum Abschluss dieses Wochenendes haben wir ein gemeinsames Gespräch mit allen Studierenden, LektorInnen und ÜbersetzerInnen veranstaltet, das von unseren Übersetzungs-Gruppenmitgliedern Anna Kusa und Sarina Nikolić moderiert wurde. Dabei hatte das Publikum die Gelegenheit, alle ÜbersetzerInnen kennenzulernen, die bei uns am Institut zu Gast waren und ihnen Fragen zustellen.


Beiträge zu den einzelnen Übersetzungskursen und –workshops sowie zu unserem Abschlussgespräch können Sie/könnt Ihr bald auf unserer „Go East – Go West!“-Website nachlesen.


Die Arbeitsgruppe Übersetzungen und Wettbewerb plant bereits die öffentliche Lesung aus den Übersetzungen, die voraussichtlich im April stattfinden wird.


23. Januar 2017

Autorenlesung mit Katja Petrowskaja

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Unsere zweite Lesung fand mit der deutsch-ukrainischen Schriftstellerin Katja Petrowskaja am 28.11.2016 als eine Kooperationsveranstaltung mit der Hamburger Zentralbibliothek  am Hühnerposten statt. Die Autorin las aus ihrem Roman Vielleicht Esther, einem autobiographisch gefärbten Bericht der 2013 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet und von der FAZ als ein „literarisches Geschenk an die deutsche Sprache“ gefeiert wurde.


Katja Petrowskaja kam 1999 nach Deutschland und ist seitdem als Journalistin für deutsch- und russischsprachige Medien tätig. In ihrem Roman begibt sich die Protagonistin auf eine Reise durch Osteuropa, um die Fragmenteihrer Familiengeschichte vor dem Hintergrund der katastrophalen Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts wieder zusammenzufügen. Ein spezifischer Umgang mit der deutschen Sprache, über die die Autorin sagt, sie führe zu einer Entfremdung, da sie auf Russisch denke, ist kennzeichnend für den Roman.


Wie bereits bei unserer ersten Autorenlesung, wurde die Abendveranstaltung in der Zentralbibliothek von der studentischen  Arbeitsgruppe geplant und moderiert. Zusammen mit den Mitarbeiterinnen der Zentralbibliothek wurden die Abläufe und die Technik organisiert. Werbematerialien, wie Plakate, Flyer sowie die  Pressetexte wurden von den Studierenden der Arbeitsgruppen Autorenlesung und Website gestaltet und selbst verfasst. Bei den Proben vor der Veranstaltung wurden Fragen an die Autorin und für das Publikumsgespräch ausgearbeitet und verfeinert.


Die Lesung wurde von Shahla Shahriari eingeführt. Das Gespräch mit Katja Petrowskaja übernahmen Kristina Omelchenko, die Leiterin der Arbeitsgruppe, und Tomasz Gralla, der auch diesmal die Aufzeichnung der Lesung für uns übernommen hat (https://goeastgowestprojekt.wordpress.com/lesungen/autorenlesung-mit-katja-petrowskaja/). Das anschließende Gespräch mit dem Publikum sowie die Danksagung wurden anschließend wieder von Shahla Shahriari geleitet.


Die Veranstaltung war ein rundum gelungener Abend, der uns und unseren Zuhörern (das schließen wir aus den zahlreichen, positiven Rückmeldungen) sehr gefallen hat!


Gern möchten wir den wundervollen Abend mit Ihnen/Euch teilen und wünschen viel Spaß beim Reinschauen! :) 


25. Oktober 2016

WiSe 2016/17 Lehrveranstaltungen

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Das Wintersemester 2016/2017 bildet den zweiten Meilenstein in unserem Projekt und steht unter der Überschrift Übersetzen zwischen Sprachen und Kulturen. Im Rahmen des Projekts finden die folgenden Lehrveranstaltungen statt:


Russisch: Fachsprache/Grammatik: „Go East – Go West!“ – Übersetzung transnationaler Literatur in beide Richtungen (Maria Mamaeva)

Übersetzungskurs: Polnisch (Dr. Katarzyna             Różańska)

Übersetzungskurs: Bosnisch-Kroatisch-Serbisch (Dr. Sead Porobić)

Übersetzen: Tschechisch (Dr. Petr Málek)


Die Übersetzungskurse wurden von den LektorInnen an unser Projekt angepasst und setzen sich aus einem theoretischen und aus einem praktischen Teil zusammen. Den thematischen Schwerpunkt bilden literarische Texte aus den slavischen Literaturen (O – W–  S), die der transnationalen Literatur zugerechnet werden können. Bei der Planung der Übersetzungskurse wurden die LektorInnen von der Arbeitsgruppe Übersetzungen und Wettbewerb unterstützt. Hierfür haben die Studierenden Bibliographien von theoretischen und literarischen Texten in der jeweiligen Slavine erstellt. Weiterhin nehmen sie an den regulären Lehrveranstaltungen teil und werden für uns die Dokumentation für das Erstellen einer literarischen Übersetzung auf unserer Website übernehmen.


Zusätzlich zu den o.g. Übersetzungskursen werden gerade parallel vier Übersetzungsworkshops organisiert, die alle im Dezember 2016 stattfinden werden. Nach Absprache mit den LektorInnen und den Studierenden, wurde dieser Termin gemeinsam beschlossen, damit die Studierenden ihre eigenen ersten Rohfassungen der Übersetzungen, die damit verbundenen Probleme und Lösungsansätze mit professionellen literarischen Übersetzern diskutieren können. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir für unsere Workshops namenhafte ÜbersetzerInnen wie Cornelia Marks (BKS), Eva Profousová (Tschechisch), Vera Bischitzky (Russisch) und Dr. Olaf Kühl (Polnisch) gewinnen konnten. Sie haben unter anderem  AutorInnen wie Andrej Nikolaidis, JáchymTopol, Swetlana Alexijewitsch und Dorota Masłowska ins Deutsche übertragen. Die Workshops werden mithilfe der Arbeitsgruppe Übersetzungen und Wettbewerb organisiert. Weiterhin werden die Studierenden im Februar 2017 eine öffentliche Lesung aus den Übersetzungen organisieren sowie bei der Gestaltung des Literatur- und Übersetzungswettbewerbs im Juli 2017 mitwirken.


Zusätzlich zu denÜbersetzungskursen findet in diesem Semester unsere interdisziplinäre Ringvorlesung mit dem Titel „Go East – Go West! Transnationale und translinguale Praktiken und Identitäten zwischen Deutschland und Mittel-/Osteuropa“ (s. Programm) statt. In der Vorlesungsreihe werden sowohl aus literaturwissenschaftlicher als auch aus linguistischer Perspektive neuste Ansätze in der Forschung zu Migration, Identität, Mehrsprachigkeit und zur Sprachpolitik präsentiert. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir durch die Ringvorlesung GastwissenschaftlerInnen u.a. aus Prag, Mainz, Regensburg, Wien, Berlin und Greifswald kennenlernen dürfen. Die Ringvorlesung wird durch Beiträge von Studierenden auf unserer Website dokumentiert.


28. September 2016

Wir sind online! :)

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


wir freuen uns sehr, dass wir nun auch im World Wide Web vertreten sind. Unsere Internetseite zur Dokumentation und Unterstützung des „Go East – Go West!“-Projekts ist ab sofort unter dem folgenden Link abrufbar:


goeastgowestprojekt.wordpress.com


Weiterhin findet man uns bei facebook! Unter dem Titel „Go East – Go West“ gelangt Ihr/ gelangen Sie zu unserer Projektgruppe. Bevorstehende Termine, Ankündigungen sowie nähere Informationen zu unseren Veranstaltungen werden dabei aufgezeigt.


Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch!


14. September 2016

Autorenlesung mit Natasza Goerke

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Für die erste Autorenlesung im Rahmen des Projekts konnten wir die deutsch-polnische Autorin Natasza Goerke gewinnen. Sie kam 1985 nach Deutschland und schreibt seitdem in ihrer Muttersprache Polnisch Erzählungen und Romane. Ihre Texte handeln von Entwurzelung, Bewegung, Heimatlosigkeit und Emigration.


Die Arbeitsgruppe Autorenlesung war für die Organisationder Lesung zuständig. Dafür haben sich die Studierenden intensiv mit der Autorin und ihren Texten auseinander gesetzt, um anschließend einen breiten Fragenkatalog zu formulieren sowie die Texte für Flyer und Plakate zur Lesungvorzubereiten. Nachdem die Textausschnitte zum Vorlesen mit Natasza Goerke abgesprochen wurden, haben die Gruppenmitglieder ihre Fragen diesen angepasst. Anschließend erfolgten einige Proben, in denen die Mitglieder der Arbeitsgruppe Lesungen simulierten, den Ablauf des Abends festlegten und Diskussionspunkte zum Thema Transnationalität erarbeiteten.


Die Lesung wurde von der Leiterin der Arbeitsgruppe, Kristina Omelchenko, eingeführt. Das Gespräch mit der Autorin sowie die anschließende Moderation der Publikumsfragen, übernahmen Katrin Grodzki und Sebastian Hempel. Die Lesung erfolgte sowohl in polnischer als auch in deutscher Sprache, das Gespräch mit der Autorin wurde auf Deutsch geführt. Die Aufzeichnung der Lesung wurde von Tomasz Gralla übernommen (s. Link). Wie hier zu sehen ist, war der Abend für alle Beteiligten ein voller Erfolg.


lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/19639


Wir wünschen ganz viel Spaß beim Reinschauen :)


14. September 2016

WS „Methoden der Oral History“

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Der 10.06.2016 war ein aufregender Tag für uns, da wir sowohl einen Workshop zu „Methoden der Oral History“ mit Frau Dr. Imke Hansen, als auch Besuch von Frau Hollensteiner und dem Kamerateam der Claussen-Simon-Stiftung, hatten.


Das Kamerateam begleitete uns den ganzen Tag. Es wurden Filmaufnahmen mit unseren Studierendenund der Projektleitung gemacht.


Wir freuen uns schon sehr auf dasErgebnis unserer ersten Projektdreharbeiten.


Der Workshop zu „Methoden der Oral History“ wurde im Rahmen des Seminars „Leben zwischen Kulturen: Oral Histories, Zeitzeugengespräche und Interviews zu transnationalen Lebensläufen“ veranstaltet. Frau Dr. Imke Hansen, die wir als Leiterin für unseren Workshop gewinnen konnten, macht ihre jahrelange Erfahrung in der Forschung sowie im Führen von eigenen Zeitzeugengesprächen, wie z.B. als Sachverständige in Gerichtsverfahren mit Holocaust Überlebenden, zu einer Expertin auf dem Gebiet der Oral History. Während des Workshops konnten sich die Studierenden noch einmal mit Theorien zur Oral History, und der Methode der Zeitzeugen-Interviews vertraut machen. Praktische Erfahrungen wurden in interaktiven Übungen gesammelt, wobei sich die Studierenden in Zweiergruppen den Herausforderungen eines Interviews stellen mussten. Unerwartete Situationen wurden im Workshop durch ein „Schlüsselspiel“ trainiert, wobei sich die Studierenden gegenseitig in Zweiergruppen zu ihrem wichtigsten Schlüssel am Schlüsselbund interviewen sollten. Richtiges Zuhören wurde anhand einer Zeichenübung geprobt: Zwei Studierende saßen dabei Rücken an Rücken zueinander, eine/r musste das zeichnen, was der/die andere ihm/ihr beschrieben hatte, ohne dabei nachfragen zu dürfen. Diese Übung sowie die durchaus überraschende und komische Auswertung der Bilder wurden vom Kamerateam gefilmt. Am Ende fühlten sich alle gut vorbereitet, um ihre eigenen Interviewvorhaben durchzuführen.


Im Rahmen des Seminars und des Projekts werden unsere Studenten eigene Interviews zu transnationalen Lebensläufen durchführen, für die sie nun gut vorbereitet sind. Thematisch und inhaltlich wurden die Interviews im Seminar vorbereitet, während der Semesterferien findet die Interview- und Auswertungsphase statt, in der sich die Studierenden zum Teil mit ihrer eigenen Familiengeschichte oder den Migrationserfahrungen von Freunden und Bekannten auseinandersetzen.


Ein ausführlicher Bericht des Workshops und erste Interviews können bald auf unserer Internetseite nachgelesen werden.


12. Juli 2016

WS "Zielgeführte Selbstevaluation"

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Am 29.04.2016 wurden wir in die Claussen-Simon-Stiftung eingeladen, um an einem Workshop zur „Zielgeführten Selbstevaluation“ mit Frau Jennifer Guse teilzunehmen. Dieser beinhaltete sowohl theoretische Grundlagen, als auch praktische Lernmethoden für unsere Studierenden.


Zunächst wurde dabei von Frau Guse das Prinzip der Evaluation anschaulich dargestellt. Anhand von ausgewählten Beispielen machte sie uns mit den unterschiedlichen Formen von Evaluationen vertraut und verwies gleichzeitig auf die Bedeutungen und Ziele der einzelnen Evaluationsverfahren.


Den ersten praktischen Teil des Workshops bildete eine Gruppenarbeit, in der sich unsere Studierenden überlegen sollten, welche Ziele (Leitziele, Mittlerziele und Handlungsziele) wir im Rahmen unseres Projekts verfolgen möchten. Diese wurden dann auf drei Plakaten festgehalten (s. Abbildung).


Die Auswertung und Besprechung der Gruppenarbeit erfolgte zusammen mit Frau Guse. Die Plakate dienten ebenfalls dazu, unser Vorhaben und unsere Wünsche für das Projekt visuell darzustellen. Hierbei wurde u.a. deutlich, dass sich die Studierenden sowohl eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Transnationalität, als auch den Erwerb von berufsspezifischen und praktischen Kompetenzen  wünschen. 


Im zweiten theoretischen Teil erläuterte Frau Guse die Herangehensweise an Fragestellungen, die den Evaluationsgegenstad bilden. Daraufhin sollten sich auch unsere Studierenden daran versuchen, eigenständig in kleineren Gruppen Fragestellungen zu formulieren, die sie für einen Evaluationsbogen als geeignet ansehen würden. Bei dieser Gruppenarbeit mussten wir feststellen, dass viele Fragen der Studierenden nicht einheitlich genug formuliert werden konnten. Deshalb sind wir sehr froh darüber, dass uns Frau Guse bei der Erstellung eines Evaluationsbogens und bei der Durchführung der Evaluation behilflich sein wird.


An dieser Stelle: Herzlichen Dank dafür!  


12. Juli 2016

SoSe 2016 - Lehrveranstaltungen

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Das Sommersemester 2016, das auch gleichzeitig unseren ersten Meilenstein im Projekt bildet, steht unter der Überschrift Lebensgeschichten zwischen Sprachen und Kulturen. In Lehrveranstaltungen sollen unsere Studierenden an die Thematik der transnationalen Literatur herangeführt werden. Das „Oral History“-Seminar dient u.a. auch als Vorbereitung auf einen ersten praktischen Teil des Projekts, in dem die Studierenden selbst Zeitzeugen zum Thema Transnationalität und Migration interviewen. Die Interviews werden anschließend verschriftlicht und präsentiert. Zur Einführung in die „Methoden der Oral History“ findet der gleichnamige Workshop mit Frau Dr. Imke Hansen statt.


Im Rahmen des Projekts werden die folgenden Lehrveranstaltungen angeboten:


Leben zwischen Kulturen: Oral Histories, Zeitzeugengespräche und Interviews zu transnationalen Lebensläufen (Frau Prof. Dr. Tippner) – im Seminar liegt der Fokus auf der Dokumentation und Auseinandersetzung mit biographischen und alltagsgeschichtlichen Erfahrungen. Theorien zum life-writing, transnationale Autobiographik sowie der Workshop mit Frau Dr. Hansen führen die Studierenden in die Methodik der Oral History ein.


Emigration – Migration – Exil: polnische und tschechische Fallbeispiele (Polnisch/Tschechisch) (Frau Dr. Artwińska) – im Seminar werden die theoretischen und konzeptuellen Grundlagen zur E-/Migrationsliteratur behandelt sowie die zentralen literarischen Texte dieser Literatur aus Polen und Tschechien vorgestellt.  Dabei sollen die Studierenden die unterschiedlichen Poetiken und Schreibweisen der mittelosteuropäischen Autor*innen kennenlernen und versuchen, diese in einem breiten kulturwissenschaftlichen Kontext zu verorten.


Polnische Kultur- und  Landeskunde  “Polska  i  (e)migracje” (Frau Dr. Katarzyna Różańska) – die Lehrveranstaltung baut auf zwei aufeinander bezogenen Veranstaltungen, Vorlesung und Kolloquium, auf. Die Vorlesung soll den Studierenden einen Einblick in das Thema „Polen und die (E)Migration“ unter Berücksichtigung der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Land, seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute, geben. Im Kolloquium werden die Originaltexte gelesen und interpretiert. Als Beispiele werden nicht nur literarische Texte verwendet, sondern auch Musikstücke, Filme und Bildmaterial, welches im Kolloquium ebenfalls analysiert wird.


23. Mai 2016

Wer sind wir?

Redakteur/-in: Ina Sdanevitsch

Guten Tag! Добрый день! Dzień dobry! Dobrý den! Dobar dan!  


Wir sind das Institut für Slavistik der Universität Hamburg. An unserem Institut sind die drei Bereiche der Slavistik – Ostslavistik (Russisch), Westslavistik (Polnisch, Tschechisch) und Südslavistik (Bosnisch, Serbisch, Kroatisch) – durch literatur- und sprachwissenschaftliche Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen vertreten.   


Was haben wir vor?


Viele Studierende der Slavistik haben einen Migrationshintergrund, da sie nach den Umbrüchen der 1990er Jahre aus Mittelosteuropa nach Deutschland gekommen, mit ihren Eltern ausgewandert oder zum Studium nach Deutschland gekommen sind. Für manche von ihnen ist eine slavische Sprache die Muttersprache, für andere wiederum die zweite oder sogar die dritte Sprache. Wieder andere Studierende interessieren sich für Osteuropa und machen hier erste Erfahrungen mit kultureller Alterität. Diese Situation nutzen wir als Ausgangspunkt für unser Projekt. Darin möchten wir fachspezifisches Wissen, berufsrelevante Kompetenzen sowie kreative Praktiken miteinander verknüpfen und unsere eigenen transnationalen und transkulturellen Erfahrungen reflektieren.


Auf der Abbildung lässt sich eine kurze Übersicht über das gesamte Projekt, welches über drei Semester geht, finden sowie ein kurzer Überblick über die vier studentischen Arbeitsgruppen, die zur Unterstützung und Umsetzung des Projektplans gebildet werden.


Einige Formate, wie z.B. Schreibwerkstatt, Webseite und die Studierendenkonferenz möchten wir an unserem Institut verankern.


Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen und legen nun los! :)



Unsere Gewinnerprojekte 2015

Go East - Go West! - Transnationale und translinguale Identitäten zwischen Deutschland und Mittelosteuropa
Prof. Dr. Anja Tippner
Universität Hamburg

Recht und Netz
Prof. Dr. Marion Albers
Universität Hamburg

M-Lab: Das Lehrlabor für die Entwicklung Mobiler Apps
Prof. Dr. Walid Maalej
Universität Hamburg